Die US-amerikanische RAND Corporation ist eine gemeinnützige, unabhängige Forschungsorganisation, die eine Abteilung zum Thema nationale Sicherheit und das staatlich geförderte National Defense Research Institute unterhält. In dieser Eigenschaft unterstützt die RAND Corporation Regierungsstellen mit eigenen Forschungen und Analysen, die auch die UFO-Thematik umfassen. Kennern der Szene dürfte dazu das RAND-Dokument "UFOs: What to Do?" aus dem Jahr 1968 bekannt sein, das damals auch im Zuge der UFO-Programme der US Air Force zu UFOs entstand und mehrere Aspekte des Phänomens beleuchtete, die auch heute noch aktuell sind.

Im Nachgang zur vergangenen Anhörung im US-Kongress gibt es natürlich auch diverse Kommentare, die das Ganze versuchen einzuordnen. Die Reaktionen dabei sind naturgemäß unterschiedlich, je nach eigener Interpretation der Aussagen. Die Kommentare aus Kreisen der UFO-Enthusiasten, die Gruschs Aussagen schon immer als zutreffend ansahen, sehen die aktuelle Entwicklung als Bestätigung ihrer Position und sprechen auch gerne von einer neuen Faktenlage, die nun endlich, und wirklich, die Wahrheit ans Licht bringen wird. Zumeist wird dabei vor allem auf die berufliche Reputation von Grusch und anderen Zeugen verwiesen, die aber auch von Kritikern nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird. Im Grunde also das häufige Autoritätsargument. Kritische UFO-Forscher sehen das eher zurückhaltend, da bislang tatsächlich keine neuen Fakten und Beweise für die Behauptungen vorgelegt wurden. Auch wir und viele unserer Kollegen sehen das zum jetzigen Stand eher zurückhaltend kritisch, aufgrund der Tragweite und Plausibilität der Behauptungen, der bislang fehlenden Belege, dem ufologischen Umfeld von Grusch der vergangenen Jahre, auch als Quelle vieler seiner Behauptungen und dem erkennbaren innenpolitischen Aspekt der Anhörung.

Unsere Kommentarauswahl berücksichtigt demzufolge gerade solche Kommentare, die sich sachlich und aus wissenschaftlicher Sicht mit dem auseinandersetzen, was seitens der Zeugen behauptet wird und insbesondere auch mit der mangelnden Beweislage und Plausibilität.

(Aktualisiert am 02.08.) Die USA verheimlichen ein seit langem bestehendes Programm, das nicht identifizierte Flugobjekte nicht-irdischer Herkunft sicherstellt und über Reverse-Engineering nachentwickelt, so der ehemalige Geheimdienstoffizier der Luftwaffe, David Grusch, am 26. Juli in der Anhörung vor dem US-Kongress. Das Pentagon hat seine Behauptungen allerdings zurückgewiesen.

Die mit Spannung erwartete Aussage des pensionierten Majors David Grusch vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses war der jüngste Vorstoß des Kongresses in Sachen UFO/UAP. Während bei der Untersuchung mysteriöser Flugzeuge oder Objekte oft Außerirdische zur Sprache kommen, haben Demokraten und Republikaner in den letzten Jahren auf mehr Forschung als eine nationale Sicherheitsangelegenheit gedrängt, weil sie befürchten, dass von Piloten beobachtete Sichtungen mit ausländischen Mächten bzw. Gegnern in Verbindung gebracht werden könnten.

Im Zuge der Aussagen des Whistleblowers David Grusch gab der Direktor des US UAP-Büros AARO, Dr. Sean Kirkpatrick, dem Sender ABC News ein Interview, das am 20. Juli live ausgestrahlt wurde. Der Kongress hatte das „All-Domain Anomaly Resolution Office“ (AARO) im vergangenen Jahr eingerichtet, um die Bemühungen aller Bundesbehörden zu koordinieren, um mysteriöse Objekte von Interesse in der Luft, im Weltraum und unter Wasser zu entdecken, zu identifizieren und zuzuordnen, mit besonderem Augenmerk auf die Entschärfung potenzieller Bedrohungen für militärische Operationen und die nationale Sicherheit.

(Update vom 31.07.23 am Ende) Seit den Enthüllungen, genauer muss man eigentlich von bislang unbelegten Behauptungen sprechen, des UFO-Whistleblowers David Grusch haben Diskussionen und Verschwörungsmythen rund um eine Geheimhaltung der US-Regierung bzw. deren Geheimdienste zum UFO-Thema neuen Auftrieb erhalten. Eine offizielle Bestätigung für die diversen Behauptungen gibt es nicht bzw. wurden bisher dementiert. Immerhin soll es am 26. Juli eine Anhörung dazu im US-Kongress geben, da wird man sehen, was an Substanz auf den Tisch kommt.

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