Nach dem umfangreicheren Echo zuletzt, aufgrund des letzten UAP-Release und dem längeren Zeitraum, war die vergangene Woche wieder deutlich schmaler an Meldungen. Für Aufmerksamkeit sorgte ein Beitrag auf Euronews über UAP und die Europäische Kommission, der aber mehr verspricht, als er hält. Mehr Seriosität verspricht eine Veranstaltung der Universität Münster über Außerirdische und für eine Filmproduktion in Mecklenburg-Vorpommern werden noch Komparsen gesucht.

Brüssel beobachtet angeblich UAP, aber wer ist zuständig?
Ein Artikel auf Euronews bezieht sich auf ein Schreiben der EU-Kommission, wonach diese seit 2023 UAP beobachten aber auch identifizieren würde. Ebenso gäbe es Interesse an weiteren Untersuchungen. Ferner werden Amateurastronomen aus Malaysia erwähnt, die mehrere Himmelsaufnahmen gemacht haben, auf denen auch mutmaßliche UAP zu sehen sein sollen. Damit haben sie sich offenbar auch an die EU gewandt, um Auskünfte über mögliche Ursprünge zu bekommen. Ebenso wandten sich die Amateurastronomen an andere Institutionen, wie bspw. die NASA und das kanadische Verteidigungsministerium, die aber alle nicht weiter darauf eingingen. Die Reaktionen lassen einige Rückschlüsse zu, auch über die vorgelegten Aufnahmen, von denen leider bislang nichts weiter bekannt ist.
Ansonsten rezipiert der Artikel überwiegend Bekanntes zum Thema UAP und thematisiert dann die Flugsicherheit im Zusammenhang mit UAP und fehlende einheitliche Meldeprotokolle in der EU. Hierzu gäbe es eine Zuständigkeitslücke: Während Piloten und einzelne Politiker auf standardisierte UAP-Meldekategorien und bessere Datenerfassung drängen, verweist die EU-Kommission die Verantwortung weitgehend auf die Mitgliedstaaten. Zitiert wird auch die UAP Coalition Netherland, die hierzu eine Initiative an die EU einbrachte. Sollten allerdings tatsächlich unidentifizierte Objekte/Phänomene ein Risiko für die Flugsicherheit darstellen, dann würde man dies selbstverständlich auch entsprechend behandeln.
Quelle: Euronews
Ringvorlesung zu „Außerirdischen“
Deutlich gehaltvoller dürfte es an der Universität Münster zugehen, die eine Ringvorlesung zum Thema: „Außerirdische: Wissenschaftstheoretische und Interdisziplinäre Perspektiven“ für das Wintersemester 2026/27 plant. Dazu halten Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen Vorträge, darunter u.a. Dr. Andreas Anton vom IGPP in Freiburg.
Quelle: Uni-Münster
Popkultur: „Aliens über Meck-Pomm“
Anlässlich eines geplanten Science Fiction-Films mit dem Titel „Aliens über Meck-Pomm“ werden Komparsen gesucht. Inhaltlich geht es um ein Szenario, in dem ein Raumschiff in einem Dorf abstürzt und vier Aliens das Gemeindeleben durcheinanderbringen.
Quelle: Nordkurier
