Nach der Berichterstattung im Januar zu den UFO-Jahresstatistiken und vermehrten Sichtungen aufgrund eines Raketenstarts ist es erneut ruhig geworden im deutschen Blätterwald, während in der US-amerikanischen Ufoszene erneut vermeintlich sensationelles Videomaterial kursiert. Insofern bleiben an dieser Stelle nur Nachrichten aus der Astronomie sowie den immer noch auffälligen Polarlichten.

Erdähnlicher Exoplanet in unserer kosmischen Nachbarschaft entdeckt
Ein internationales Forschungsteam hat in Archivdaten des Weltraumteleskops Kepler einen bemerkenswerten Exoplaneten entdeckt: HD 137010 b ist nur 146 Lichtjahre von der Erde entfernt und unserem Heimatplaneten erstaunlich ähnlich. Mit einem Durchmesser, der nur sechs Prozent größer ist als der der Erde, und einer Umlaufzeit von 355 Tagen (nur zehn Tage weniger als ein Erdjahr) stellt er einen der besten Kandidaten für die Untersuchung erdähnlicher Planeten dar. Der Planet liegt am äußeren Rand der habitablen Zone seines Sterns HD 137010, der etwa 1.000 Grad kühler ist als unsere Sonne. Die Forscher vermuten, dass es auf HD 137010 b ähnlich kühl sein könnte wie auf dem Mars. Eine Atmosphäre mit höherem CO₂-Anteil könnte den Planeten jedoch angenehm temperieren und lebensfreundlich machen. Die Entdeckung gelang durch das Projekt “Planet Hunters”, bei dem in Teleskopdaten nach übersehenen Planeten gesucht wird
Quellen: GEO | Web.de | Euronews
Himmelsschauspiel durch Komet PanSTARRS im April
Ende April 2026 könnte der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS) zu einem spektakulären Himmelsschauspiel werden. Der im September 2025 vom Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii entdeckte Komet wird am 20. April seinen sonnennächsten Punkt (Perihel) erreichen – mit nur 76 Millionen Kilometern Abstand zur Sonne, zwischen den Umlaufbahnen von Merkur und Venus. Eine Woche später, am 27. April, kommt er der Erde mit etwa 71 Millionen Kilometern am nächsten. In dieser Phase könnte er seine maximale Helligkeit erreichen. Da der Komet zwischen Sonne und Erde steht, könnte sein Schweif besonders viel Licht in unsere Richtung reflektieren. Ob er tatsächlich zum “großen Kometen des Jahres 2026” wird, bleibt abzuwarten, Kometen gelten als unberechenbar.
Quellen: Watson | Frankfurter Rundschau | Skyweek
Letzte Chance zur Beobachtung von Polarlichtern in Deutschland
Die Sonnenaktivität befindet sich aktuell im Maximum ihres elfjährigen Zyklus, und damit bietet sich eine seltene Gelegenheit, Nordlichter auch über Deutschland zu beobachten. Laut NASA ist das solare Maximum in vollem Gange, was zu häufigeren und intensiveren Sonnenstürmen führt. Die besten Chancen für Polarlicht-Beobachtungen in Deutschland bestehen aktuell von Anfang Februar bis Ende März. Danach wird die Sonnenaktivität wieder abnehmen. Die nächste vergleichbare Chance wird erst 2037 erwartet. Die Top-Beobachtungsorte in Deutschland sind laut Ranking: Rügen, Sylt, Fehmarn, Müritz-Nationalpark und Darßer Ort im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die optimale Beobachtungszeit ist von 22 bis 2 Uhr bei wolkenfreiem Himmel und Blick nach Norden. Das hierzulande eher diffuse Auftreten verwirrt viele Beobachter und führt auch zu UFO-Sichtungsmeldungen.
Quellen: t-online | Kreiszeitung | Frankfurter Rundschau | Glamour
