UFO Echo KW 11/2024

Eigentlich hatten wir auch für diese Ausgabe mangels Masse wieder mit einer Doppelnummer gerechnet. Dann kam allerdings der erwartete, neue UAP-Bericht der AARO heraus, der die Artikelanzahl in die Höhe trieb und in der UFO-Szene einige Wellen schlägt. Vor allem die ETH-Ufologie ist mit dem Ergebnis ganz und gar nicht zufrieden und wittert nur wenige Tage nach Erscheinen des ersten Bandes Verrat, Vertuschung und Lüge. Warum? Ganz einfach. Wie die kritischen UFO-Forscher prophezeit hatten, und der ehemalige Direktor der AARO zuvor bereits durchblicken ließ, gibt es, laut dem Bericht, keinerlei Hinweise dafür, dass es sich bei den UFOs/UAP weder um Raumschiffe außerirdischer Lebewesen handelt, noch eine andere exotische Herkunft abgeleitet werden kann. Auch für geheime Bergungs- und Reverse-Engineering-Projekte (im Zusammenhang mit UFOs) gibt es demnach keine Hinweise. Dieses bisher vorläufiges Ergebnis der Untersuchungen passt natürlich keinem der vielen UFO-Promotor dies- und jenseits des Atlantiks. Was dabei geflissentlich übersehen wird, ist die Tatsache, dass die AARO-Untersucher alle verfügbaren Quellen ausschöpften und so einen umfassenden Einblick erhalten haben. Quellen, die die private UFO-Forschung hätte niemals erreichen könnten.

"Keine Aliens"
Der erwähnte neue UAP-Bericht ist umfangreich und bietet auch Fachleuten Neues, wie z.B. über ältere Untersuchungen zu UFOs. Der Bericht sagt klipp und klar, dass die USA keinerlei abgestürzte Alienraumschiffe besitzt oder an solchen arbeitet, wie immer wieder behauptet wird. Von den gläubigen Ufologen wird dies natürlich heruntergespielt oder mit Gegenvorwürfen gekontert. Allerdings ist dieses Herunterspielen nichts neues in der Szene, da man sich seine Aliens nicht kaputt machen lassen will. Schon bei dem Ende von Blue Book 1969 war dies auch der Fall, genauso wie beim Roswell-Abschlussbericht der US-Air-Force.
Wir möchten das inhaltlich an dieser Stelle nicht weiter behandeln, da dies Kollege Jochen in einem ausführlichen Beitrag auf unserem Blog bereits getan hat, den wir hiermit empfehlen möchten.
Leider haben sich in dem Bericht auch einige, eigentlich nebensächliche, Fehler eingeschlichen wie zum Beispiel falsche Datumsangaben zu Fällen, oder die Form der 9 Objekte die Kenneth Arnold 1947 gesehen haben will. Dort wird von untertassenähnlichen Objekten gesprochen, obwohl er sichelförmige gesehen hatte. Dies könnte man als freudschen Versprecher sehen, doch dies ist ein zentraler Punkt, wenn man an die Untertassen Mär denkt, die sich aus dieser Sichtung entwickelte. Denn schon ein paar Tage nach dieser Initial-Sichtung gab es über zweihundert weitere Meldung die fasst alle von "fliegenden Untertassen" berichteten, obwohl dies nur das Flugverhalten beschrieb und nicht die Form. Wer das UFO-Phänomen verstehen will muss hier beginnen. Solche Fehler sind zwar nicht tragisch, doch man macht sich damit angreifbar und sollten korrigiert werden. Davon abgesehen sollte man berücksichtigen, dass die Verfasser des UAP-Berichts gerade mal ein gutes Jahr Zeit hatten, zumal der inoffizielle noch umfangreicher ausgefallen sein dürfte. Von der Vielzahl der Artikel stellen wir hier nur einige vor.

» heise online: "UFO-Abteilung des Pentagon: Keine Beweise für UFO-Sichtungen in US-Dokumenten"
» Golem: "Pentagon findet keine Beweise für UFOs"
» Frankfurter Rundschau: "Pentagon betont in UFO-Report: Keine Beweise für Aliens auf der Erde - auch nicht für Vertuschung"
» Bild: "Pentagon dementiert Alien-Spuk"
» SRF: "Pentagon: Keine Beweise für Aliens auf der Erde"
» Spiegel: "Pentagon veröffentlicht umfassende Studie zu UFOs"

Warum nicht...?
Eigentlich könnte man sich nach dem Sinn fragen eine fast 40 Jahre alte, unspektakuläre 08/15 Sichtung neu untersuchen zu wollen. Da wird wahrscheinlich ein neues Buchprojekt dahinterstecken. Wie auch immer. Nach 40 Jahren wird es vermutlich keine Zeugen geben, die keine Erinnerungslücken oder verfälschte Erinnerungen haben. Besser wäre es den Bericht dahingehend zu durchleuchten, ob der damalige Zeuge auch den Mond beschrieben hat, der ja zu sehen war. Sollte dies nicht der Fall sein, kann durchaus der Mond der Verursacher der Sichtung gewesen sein. Es stimmt nämlich nicht, dass der Mond nicht als UFO in Frage käme, weil er ja von jeden erkannt wird. Denken Sie auch an den so genannten Mitfahreffekt. Dort meint man, dass sich der Mond, vor allem wenn er recht tief steht, mit einem bewegt. Sogar Polizisten in England wurden von diesem Effekt in den 1980er Jahren getäuscht die ihn dann etliche Kilometer verfolgt haben. Der Mond als Ursache für UFO-Meldungen findet sich auch regelmäßig in jeder Fallstatistik wieder. In der aktuellen Statistik des Belgisch UFO-Meldpunt waren es bspw. 5% der gemeldeten Sichtungen für 2023.

» Bild: "Die Stasi Akte über das DDR-UFO"

Stimuli
Wie immer bei Boliden oder Feuerkugeln kam es zu UFO-Meldungen bei den UFO-Meldestellen. Allein die des CENAP erhielt von diesem Ereignis über 20 Falleingänge:

» In Franken: "Meteorit über Franken"

Kaleidoskop
Im Zuge der Veröffentlichung des neuen UAP-Berichts der AARO wurde von deren Direktor Tim Phillips ein neues Erkennungskit namens "Gremlin" vorgestellt, das sensorbasiert helfen soll, Beobachtungen zu identifizieren bzw. besser zuzuordnen. Ähnliche Systeme gibt es bspw. von Seiten der Astronomie oder anderen Projekten, auch bei uns in Deutschland. Beim Cröffelbacher UFO-Forum 2023 wurde eines davon, das AllSky-Projekt, vorgestellt. Allerdings wird dort der Himmel optisch überwacht, wie auch bei vergleichbaren Systemen, wo dann KI bei der Identifizierung helfen soll.

» t-online: "US-Militär entwickelt UFO-Erkennungskits"

 

Also wieder einmal genug Lesestoff für die nächsten Stunden. Wer mehr will kann sich in unseren Sozialen Medien umsehen oder auf unserer Webseite die fast zu allen Aspekten des UFO-Phänomens etwas zu bieten hat.

 

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